International.NABU.de Ziele Klimaschutz
Klimaschutz und Anpassung an den Wandel
Klimaschutz und Anpassung an die Klimaveränderung
Intakte Ökosysteme und Wälder müssen geschützt werden
Wälder sind wichtige und artenreiche Ökosysteme.
Die Abholzung der letzten weitgehend unberührten Wälder der Erde hat nicht nur gravierende Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Wenn Wald verschwindet, wird Kohlendioxid freigesetzt, das im Holz und in den Böden gebunden ist. Jedes Jahr werden derzeit bis zu 13 Millionen Hektar Wald vernichtet. NABU International unterstützt daher weltweit Projekte, die das Abholzen von Wald verhindern.
Überall auf der Welt verändert sich zurzeit das Klima – die Auswirkungen sind national und noch deutlicher international sichtbar. Nicht nur die globale Durchschnittstemperatur, sondern auch regionale Klimaveränderungen sind entscheidend dafür, ob natürliche Habitate und die darin lebenden Arten sich an den Klimawandel anpassen können. Temperaturen verändern sich auch regional. Jahreszeiten verschieben sich. Dies und die Menge und Verteilung des Niederschlags ist entscheidend dafür, ob einzelne Arten und Lebensgemeinschaften sich an den Klimawandel anpassen können.
Kein Spielraum, keine Anpassung
Auch wenn häufig eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur von 0,1 Grad Celsius pro Jahrzehnt als Obergrenze für die natürliche Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme genannt wird, so ist diese Grenze nur eine Faustregel. Manche Ökosysteme an der Meeresküste oder im Hochgebirge könnten ganz verschwinden, weil es für sie keine Möglichkeit gibt auszuweichen. In vielen Ländern sind natürliche Habitate oft von Straßen, Kanälen oder Siedlungen durchkreuzt. Sie werden von den Menschen so intensiv genutzt, dass die Habitate keinen Spielraum haben, um sich an das veränderte Klima anzupassen. Außerdem sagt der globale Durchschnitt nichts über lokal und regional oft deutlich höhere Temperaturschwankungen aus.
Intakte Ökosysteme sind der beste Klimaschutz
In Gebieten, die von Trockenheit bedroht sind, kann eine intakte Vegetationsdecke die negativen Auswirkungen des Klimawandels mindern.
Bei der Anpassung an den unvermeidlich gewordenen Klimawandel wird der Schutz natürlicher Ökosysteme eine entscheidende Rolle spielen. Zum Beispiel können intakte Wälder und Graslandschaften in großen Flusseinzugsgebieten dafür sorgen, dass katastrophale Überschwemmungen ausbleiben. In Gebieten, die von Trockenheit bedroht sind, kann eine intakte Vegetationsdecke die negativen Auswirkungen mindern. In Küstengebieten können Korallenriffe, Mangrovenwälder und Dünenlandschaften vor Stürmen und Flut schützen. Der unerschöpfliche Genpool der Natur kann schließlich als Reservoir dafür dienen, die landwirtschaftlichen Nutzpflanzen als Lebensgrundlage der Menschen an geänderte Klimabedingungen anzupassen.
Wälder speichern Kohlenstoff
NABU International setzt sich für den Schutz der Nordmanntannenwälder im Kaukasus ein.
Bislang gibt es kein internationales Abkommen zum Schutz der Wälder, obwohl diese zu den wichtigsten und artenreichsten Ökosystemen der Welt zählen. Ihr Schutz vor Abholzung, Degradierung, Umwandlung in Plantagen und landwirtschaftliche Nutzflächen und vor zunehmender Fragmentierung ist unabdingbar, wenn die Staatengemeinschaft ihr Ziel, den Artenverlust bis 2020 zu stoppen, erreichen will. Außerdem gehören Wälder zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern der Welt. Mindestens ein Drittel der globalen CO2-Emissionen gehen auf Abholzung und Waldbrände zurück.
Strategisch schützen
Eine konsequente Strategie zum Schutz bestehender Wälder und zur Wiederbewaldung abgeholzter und degradierter Gebiete könnte dazu beitragen erhebliche Teile des Kohlenstoffdioxids, das sich schon in der Luft befindet, wieder zu binden. Es muss daher Teil einer umfassenden globalen Klimaschutzstrategie sein, bestehende Wälder zu erhalten und degradierte Gebiete aufzuforsten. Begleitend muss verstärkt auf den Einsatz Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz gesetzt werden. NABU International wirbt für den Schutz und Erhalt von Wäldern weltweit. Politisch tritt die Stiftung für einen international verbindlichen Vertrag zum Schutz der Wälder ein.
Moorschutz in Russland
Moore in Russland sind die Heimat bedrohter Vogelarten wie Kranich und Schelladler. Werden Moore entwässert, setzen Torfbrände Millionen Tonnen Kohlendioxid frei und Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum. NABU International setzt sich für den Schutz der Moore ein.
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Wildkaffeewälder in Ostafrika
Vor 40 Jahren waren etwa 40 Prozent der Landfläche Äthiopiens mit Wald bedeckt. Heute sind davon kaum vier Prozent übrig. Eines der letzten Waldgebiete liegt in Kafa, im Südwesten Äthiopiens. NABU International setzt sich für den Schutz dieses einzigartigen Naturerbes ein.
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