International.NABU.de Ziele Artenschutz
Artenschutz
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten schützen
Konsequente Regelungen sind nötig
Mindestens 17.000 Tier- und Pflanzenarten weltweit sind vom Aussterben bedroht. Die Auswirkungen von Umweltverschmutzung, Klimawandel, Übernutzung und Wilderei haben viele Tierarten an den Rande der Ausrottung gebracht. Der Handel mit Wildtieren und Wildtierprodukten muss daher international streng kontrolliert und für viele Arten auch ganz verboten werden. NABU International fordert daher eine Weiterentwicklung des internationalen Abkommens CITES, das sich mit dem internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen befasst. Dass der Schutzantrag für verschiedene Haiarten und den roten Thun auf der CITES-Konferenz im Jahr 2010 abgelehnt wurden, ist ein düsteres Signal. Umso wichtiger ist es in Zukunft, sich für den konsequenten Schutz von bedrohten Tier- und Pflanzenarten einzusetzen und dafür weltweit Partner zu gewinnen.
Der Schneeleopard braucht Schutzgebiete in denen er ohne Verfolgung leben kann.
Schutzgebiete schaffen
NABU International setzt sich international für Großschutzgebiete wie Nationalparks, UNESCO-Biosphärereservate und UNESCO-Weltnaturerbegebiete ein. So wirbt die Stiftung beispielsweise für die Unterstützung von Projekten im Biosphärenreservat Kafa in Äthiopien und im Weltnaturerbe Westkaukasus und bemüht sich, im Valmiki Tiger Reserve in Indien ein effektives Schutzgebietsmanagement zu etablieren.
Zugvögeln helfen
Der Weißstorch im Logo der NABU International Naturschutzstiftung steht für den grenzüberschreitenden Schutz von Biotopen. Nur wenn die Störche sowohl in ihren Brutgebieten in Europa als auch auf ihrem Zug und in den Winterquartieren in Afrika und südlich der Sahara geschützt werden, können die Tiere überleben. Ihr Schutz macht eine grenzübergreifende Zusammenarbeit von Naturschützern aus Europa und Afrika notwendig. NABU-International wirbt daher für Projekte zur Erforschung des Verhaltens von Zugvögeln wie Störchen und zum Schutz ihrer Biotope in Europa und Afrika.
Der Weißstorch ist auch ein Symbol dafür, welche Erfolge Naturschützer bewirken können. Noch Ende der 1980er Jahre war der Bestand der Störche in Deutschland auf knapp 3000 Paare gesunken. Durch Naturschutzprojekte, viele davon von Mitgliedern des NABU und unter Federführung des Michael-Otto-Instituts im NABU hat sich der Bestand wieder erholt. Heute leben in Deutschland etwa 4500 Brutpaare. Weltweit schätzen Experten gibt es 166.000 Brutpaare, so dass der Weißstorchbestand nicht mehr akut gefährdet ist.
Der Schutz der Störche funktioniert nur grenzübergreifend.
Dennoch kann die erfreuliche Entwicklung nicht als dauerhafte Trendumkehr gesehen werden. Noch immer ist der Weißstorch in seinen Brutgebieten durch intensivierte Landwirtschaft bedroht. Lebensräume werden besiedelt, Pestizide belasten die Landschaft. Viele Nahrungstiere des Weißstorchs verschwinden. Elektrische Freileitungen werden zur tödlichen Falle, besonders für junge Störche auf ihren Übungsflügen. Entlang der Zugrouten des Weißstorchs wird Jagd auf ihn gemacht. In anderen Ländern landen Störche im Kochtopf. Noch gefährlicher allerdings sind für den Storch und seine Nahrungstiere giftige Chemikalien. In vielen Teilen Afrikas werden noch Pflanzenschutzmittel verwendet, die in Europa längst verboten sind, beispielsweise das berüchtigte DDT.
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel werden auch die zunehmenden Dürreperioden in Afrika zur Gefahr für die Störche. In ihren Überwinterungsgebieten finden sie dann kaum Wasser, was hohe Sterberaten zur Folge hat. Weil sie zu schwach sind, kehren die Vögel verspätet in die Brutgebiete zurück, so dass sie nur selten Nachwuchs groß ziehen können. Als ein Teil der Weißstorch-Population in den 1980er Jahren drastisch zurückging, waren dafür nach Meinung von Experten die Dürreperioden im Sahel verantwortlich.
Das Beispiel des Weißstorchs zeigt: Lokale Veränderungen können globale Auswirkungen haben. Das gilt im Besonderen und deutlich sichtbar für den Zugvogelschutz.
NABU International setzt sich für einen grenzüberschreitenden Schutz von Zugvögeln ein – in enger Zusammenarbeit mit Naturschutz-Partnern in Europa und Afrika. Außerdem engagiert sich die Stiftung für den Schutz seltener Tierarten und ihrer Lebensräume auf der ganzen Welt. Informieren Sie sich über die Artenschutzprojekte von NABU International!
Artenschutzprojekte
Wisente im Kaukasus
Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und der Ökosysteme im Kaukasus ist bis heute nur ansatzweise erforscht. Doch die Zeit dazu wird immer knapper: Die Region ist stark bedroht durch Abholzung der Wälder für Feuerholz, Wilderei und durch den Bevölkerungsdruck.
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Delfinschutz in Neuseeland
Zwei der seltensten Delfinarten, deren Rettung eine der dringendsten Naturschutzaufgaben ist, gibt es nur in kleinen Küstengewässern Neuseelands. Der Bestand von den Hector- und Maui-Delfinen ist durch die Fischerei um 70 und 90 Prozent gesunken.
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Elefanten in Ostafrika
Jedes Jahr durchstreifen mehr als zwei Millionen Huftiere die legendäre Serengeti. In ihrem nördlichen Ausläufer, dem Maasai Mara Reservat, töten Wilderer tausende Tiere, während diese auf Wanderschaft sind, darunter auch Elefanten. NABU International kämpft für ihren Schutz.
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Schneeleoparden in Zentralasien
Die Kirgisen nennen den Schneeleoparden den „Geist der Berge“. Heute sind von den 1200 bis 1400 Tieren, die es Mitte der 1980er-Jahre noch gab, möglicherweise nur noch 150 übrig. NABU International unterstützt den Kampf gegen die Wilderei von Schneeleoparden in Zentralasien.
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