International.NABU.de Service Artensteckbriefe Hector-Delfin
Neuseelands seltener Schatz
Neuseelands seltener Schatz
Artensteckbrief zum Hector-Delfin
Hector-Delfine und ihre nahen Verwandten, die Maui-Delfine, sind die seltensten und gleichzeitig kleinsten Meeresdelfine der Welt. Sie leben ausschließlich in den Küstengewässern Neuseelands in bis zu 100 Metern Tiefe. Dort verbringen sie in maximal 50 Kilometer langen Revieren ihr ganzes Leben. Die geselligen Tiere sind durch die Fischerei akut vom Aussterben bedroht.
Trotz der geringen Größe springen Hector-Delfine genauso kraftvoll wie ihre größeren Verwandten.
Art: Hector-Delfin (Cephalorhynchus hectori)
Unterart: Maui-Delfin (Cephalorhynchus hectori maui)
Größe: 1,2 – 1,4 Meter
Gewicht: 35 – 60 Kilogramm
Ernährung: Kleinere Schwarmfische und Tintenfische
Lebenserwartung: bis zu 20 Jahre
Verbreitung
Verbreitung von Hector-Delfin (violett) und Maui-Delfin (orange)
Hector-Delfine leben im südwestlichen Pazifik vor den Küsten der Südinsel Neuseelands. In dem Gebiet um die Nordinsel entwickelte sich über Tausende von Jahren hinweg eine eigene Unterart der Hector Delfine – die Maui-Delfine. Die Arten sind durch die stürmischen Gewässer der Cookstraße voneinander getrennt.
Besondere Merkmale
Der Hector-Delfin hat einen kurzen, kräftigen, torpedoförmiger Körper mit langem, weißem Fleck auf der Unterseite und charakteristischer runder, schwarzer Rückenflosse.
Verhalten
Hector- und Maui-Delfine leben in sozialen Gruppen von 2-8 Tieren. In Sommermonaten sind auch schon größere Gruppen von bis zu 50 Tieren gesichtet worden. Sie kommunizieren und jagen mithilfe von bis zu 1.149 Hochfrequenz-Ultraschall-Klicks pro Sekunde.
Neuseelands Küsten sind für die Delfine nur scheinbar paradiesisch.
Fortpflanzung
Die Weibchen beider Delfinarten pflanzen sich ab einem Alter von 6-9 Jahren fort und gebären dann alle 2-4 Jahre ein einziges Kalb.
Gefährdung
Hector- und Maui-Delfine stehen am Rand der Ausrottung. Ihre größte Bedrohung ist die Kiemen- und Schleppnetzfischerei in den Küstengewässern Neuseelands. Weitere Gefahren sind Baumaßnahmen in Küstenregionen, Umweltverschmutzung, Krankheiten, invasive Forschungsmethoden, Schiffsverkehr und der Klimawandel.
Hector-Delfin: Gefährdet
Maui-Delfin: Stark gefährdet (<100 Tiere)
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Der Artensteckbrief zum Download
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Zum Projekt
Delfinschutz in Neuseeland
Zwei der seltensten Delfinarten, deren Rettung eine der dringendsten Naturschutzaufgaben ist, gibt es nur in kleinen Küstengewässern Neuseelands. Der Bestand von den Hector- und Maui-Delfinen ist durch die Fischerei um 70 und 90 Prozent gesunken.
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Die Weltöffentlichkeit horcht auf
Die „World Conference on Marine Biodiversity“ in Aberdeen geht dem Ende zu. NABU-Artenschutzexpertin Barbara Maas hielt einen Aufsehen erregenden Vortrag über die Bedrohung der Hector-Delfine Neuseelands. Für den NABU berichtet sie hier über das Konferenzgeschehen.
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