International.NABU.de Projekte Schneeleoparden in Zentralasien Projektvorstellung
Das „Dach der Welt“ und seinen König bewahren
Das „Dach der Welt“ und seinen König bewahren
In Kirgisien engagiert sich NABU International für den Schneeleoparden
Das Wissen über die Bedeutung des Schneeleoparden für sein Ökosystem und die Welt darüber hinaus ist gering. Wilderer jagen den „Geist der Berge“ rücksichtslos, da sie ihre außergewöhnlich schönen Felle teuer verkaufen können. Doch auch aus Vergeltung für Viehraub wird dem Schneeleoparden nachgestellt. Dabei haben die Tiere vielerorts kaum eine andere Möglichkeit zu überleben, da Wilderer zunehmend ihre natürlichen Beutetiere dezimieren.
Heute steht der Schneeleopard am Rande der Ausrottung. Nur umfangreiche und strikte Maßnahmen gegen Wilderei können das Sterben der Schneeleoparden noch aufhalten, daher müssen Schutzgesetze schnell und kompromisslos umgesetzt werden.
Konfisziertes Fell von einem gewilderten Schneeleoparden
Mit integrativem Ansatz für die Rettung der Schneeleoparden
NABU International unterstützt ein Projekt des NABU, der sich seit 1999 dafür einsetzt, die verzweifelte Situation der kirgisischen Schneeleoparden zu verbessern. Zusammen mit dem Umwelt- und dem Außenministerium Kirgistans gründete der NABU eine Anti-Wilderer-Einheit namens „Gruppa Bars“. Sie besteht aus gut ausgebildeten Strafverfolgungsbeamten mit den nötigen Fähigkeiten und der Hingabe, die drängenden Herausforderungen anzugehen. Auch ist die Gruppe befugt Verdächtige festzunehmen und Schusswaffen sowie Wildtierprodukte von Wilderern zu konfiszieren.
Die Anti-Wilderer-Einheit „Gruppa Bars“ setzt Wilderer fest.
Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und sprechen für sich: Seit ihrer Gründung nahm „Gruppa Bars“ mehr als 200 Wilderer und Händler fest und konfiszierte Dutzende Pelze und Hunderte von Fallen und illegalen Waffen. Die Gruppe konnte so mindestens fünf Schneeleoparden das Leben retten, die sie aus den Fängen von Wilderern und illegalen Händlern befreite. Viele der Festgenommenen verbüßen nun Haftstrafen von bis zu acht Jahren - ein kleiner Erfolg in einem Land, in dem niemand zuvor für Fang oder Schmuggel von Schneeleoparden inhaftiert worden war. Das Team hat damit die Hürden für Wilderer und Wildtierhändler erhöht und Wilderei in der außergewöhnlichen Landschaft des Issyk-Kul-Biosphärenreservates beinahe gestoppt.
Aufklärung über die Schutzbemühungen vor Ort
Auch im Bereich der Bewusstseins- und Umweltbildung engagiert sich NABU International. Ein Umweltbildungs-Team reist mit dem „Leo-Bus“ durch die Bergdörfer und Siedlungen in Kirgistan, um in diesen abgelegenen, schwer erreichbaren Gebieten das Verständnis für die Schneeleoparden zu fördern und die Akzeptanz für die Arbeit der „Gruppa Bars“ zu erhöhen. Zugleich tut NABU International sein Möglichstes, um dieses wichtige Naturschutzthema bei der kirgisischen Regierung voranzutreiben.
„Gruppa Bars“ hat einen neuen Maßstab für den Schneeleopardenschutz gesetzt, nicht nur in Kirgistan. Die Mitarbeiter riskieren für dieses Ziel täglich ihre Leben. Brad Rutherford, Präsident des in den USA beheimateten International Snow Leopard Trust, sagt: „Was den Schneeleoparden betrifft, ist mir kein Programm bekannt, das ähnlich große Erfolge brachte wie die Arbeit von NABU International.“
Eine zweite Chance
In Obhut geborenes Schneeleopardenjunges
Alcu, Bagira und Kunak heißen drei der Schneeleoparden, die „Gruppa Bars“ retten konnte. Ein Händler hatte versucht, die verletzten und verstörten Tiere für 22.000 US-Dollar zu verkaufen - ein Vermögen in Kirgistan. Sie leben heute sicher und in natürlicher Umgebung im NABU-Rehabilitationszentrum „Schneeleopard“ - dem einzigen seiner Art - in den hohen Bergen Kirgistans. Stahlfallen haben Teile ihrer Gliedmaßen verletzt, so dass die Tiere nicht mehr in ihre wilde Heimat zurückkehren können. Für den Rest ihres Lebens sind sie von der Pflege und von dem Schutzprogramm von NABU International abhängig.
Das Schneeleoparden-Schutzprogramm in Kirgistan zeigt, dass sich Wege auftun, wo ein Wille ist. NABU International benötigt jedoch dringend Hilfe, damit die „Gruppa Bars“ auch in Zukunft Kirgistans Schneeleoparden und die Wildnis, die sie zum Leben brauchen, beschützen können.
Film zum Schneeleopardenschutz
Hilfe für Kirgistans einzigartiges Nationaltier

Die Bedrohung des Schneeleoparden ist trotz der bedeutenden Anstrengungen der kirgisischen Naturschützer und kleiner Erfolge noch immer ungebrochen. NABU International unterstützt die Wildhüter und zeigt auch einheimischen Kindern, wie einzigartig und wichtig die schöne Katze für das Ökosystem ist. Werden auch Sie im Film Zeuge des Familienlebens der Schneeleoparden und erfahren Sie, was dem scheuen Bergbewohner hilft.
Mehr
So können Sie helfen
So können Sie Schneeleoparden helfen
Heute gibt es nur noch 300 Schneeleoparden in Kirgistan. Wilderei hat dazu geführt, dass die Population innerhalb weniger Jahre um mehr als 80 Prozent schrumpfte. NABU International unterstützt ein Projekt des NABU zum Schneeleoparden-Schutz. Helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende!
Mehr
Werden Sie Förderer!
Jeden Tag sterben weltweit Tiere und Pflanzen aus. NABU International schützt ihre Lebensräume und fördert dabei bevorzugt Projekte, die auch die Lebenssituation der Menschen vor Ort verbessern. Helfen Sie uns und werden Sie jetzt Förderer.
Mehr

