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Von Schmugglern beschlagnahmt

Von Schmugglern beschlagnahmt

NABU-Filiale in Bischkek rettet seltene Falken

Gerfalke

Der Gerfalke ist noch in schlechtem Zustand.

Ein seltener Gerfalke wurde vergangenen Monat von kirgisischen Zollbehörden beschlagnahmt und der NABU-Filiale in Bischkek zur Rehabilitation übergeben. Der Wilderer, der den seltenen Falken für 1500 US-Dollar in Ysykkul auf dem Schwarzmarkt gekauft hat und als Geschenk nach Katar mitnehmen wollte, wurde am Flughafen Manas in Bischkek verhaftet. Gerfalken gelten als edelste und wertvollste Beizvögel und sind durch Wilderei akut vom Aussterben bedroht. Der Wert des konfiszierten Vogels liegt bei ca. 40.000 US-Dollar. Ebenfalls vom Zoll beschlagnahmt und dem NABU übergeben wurden vier Sakerfalken.

Der beschlagnahmte Gerfalke ist zwei Jahre alt und im schlechten Zustand. Zurzeit befindet er sich im Büro der NABU-Filiale, wo er Tag und Nacht überwacht wird. Nach Abschluss des Gerichtsverfahrens soll er in das NABU-Rehabilitationszentrum „Schneeleopard“ in Ananjewo überführt und anschließend zurück in die Freiheit entlassen werden.

Beschlagnahmte Sakerfalken

Die Falken bringen hohe Erlöse auf dem Schwarzmarkt.

Der Gerfalke ist mit einer Flügelspannweite von 110-130 Zentimetern und einem Gewicht von 900-2100 Gramm die größte Falkenart der Erde. Im Mittelalter wurde er aufgrund seiner Jagdfähigkeiten und seines schneeweißen Gefieders, das viele der hochnordischen Gerfalken auszeichnet, geschätzt. Er spielte vor allem in diplomatischen Beziehungen als Geschenk eine große Rolle.

Die vier beschlagnahmten Sakerfalken, die alle weiblich und ein Jahr alt sind, leben seit Oktober 2011 in Gefangenschaft. Nachdem sie vom Zoll konfisziert wurden, waren alle vier Vögel sehr schwach und befinden sich im NABU-Rehazentrum. Dort werden sie bis zum nächsten Frühjahr gepflegt und dann freigelassen. Der Wilderer dieser Vögel befindet sich ebenfalls in Untersuchungshaft.

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Vor wenigen Wochen reisten NABU-Vizepräsident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung Thomas Tennhardt und NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller zu Gesprächen mit dem kirgisischen Umweltminister und zur Vorbereitung eines internationalen Schneeleopardenforums nach Kirgistan.

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