International.NABU.de Projekte Elefanten in Ostafrika Hintergrund Serengeti Keine asphaltierte Straße durch die Serengeti
Ein Schritt in die richtige Richtung
Ein Schritt in die richtige Richtung
Tansania baut keine asphaltierte Straße durch die Serengeti
24. Juni 2011 - Auf der derzeit in Paris tagenden UNESCO-Konferenz hat sich die tansanische Regierung gegen den Bau einer asphaltierten Straße durch die Serengeti ausgesprochen. Ezekiel Maige, Minister für natürliche Ressourcen und Tourismus, bestätigte heute, dass die bestehende unbefestigte Straße für Touristen und die Parkverwaltung im Norden der Serengeti belassen wird wie sie ist. Straßen, die außerhalb des Parks zu den Bezirkshauptstädten führen, sollen dagegen ausgebaut werden.
Die NABU International Naturschutzstiftung begrüßt diese Entscheidung und gratuliert dem tansanischen Präsidenten Kikwete. Eine 55 Kilometer lange asphaltierten Straße mitten durch das UNESCO-Weltnaturerbegebiet, um die Infrastruktur Tansanias zu verbessern, hätte auf die weltberühmten Massentierwanderungen fatale Folgen gehabt.
Eine Südumfahrung des Nationalparks bietet mehr Vorteile
Der Ausbau der Straßen im Süden bindet die Bevölkerung besser an.
Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, verkündete Anfang diesen Jahres, dass Deutschland bereit wäre, eine Studie über alternative Möglichkeiten der Verkehrsanbindungen zu finanzieren, die die Serengeti verschonen. Er bekräftigte die Bereitschaft zu einer gemeinschaftlichen Finanzierung einer Machbarkeitsstudie für eine Südumfahrung des Nationalparks. Diese Entscheidung sei getroffen worden, um die zunehmenden sozioökonomischen Bedürfnisse der ländlichen Gemeinden im Norden Tansanias zu befriedigen und gleichzeitig den außergewöhnlichen universellen Wert des Serengeti-Nationalparks zu erhalten.
In ihrem Schreiben an die Weltnaturerbe Komission erklaert die tansanische Regierung zum ersten Mal ihre Bereitschaft eine suedliche Umgehungstrasse ernsthaft in Erwägung zu ziehen. „Jetzt kommt es auf internationale Geldgeber an, dieses Potential zu verwirklichen“, sagt NABU-International-Artenschutzexpertin Dr. Barbara Maas.
Der größte Vogel der Welt, der Strauß, lebt in der Serengeti.
„Die Baupläne einer Asphaltstraße aufzugeben ist ein begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung“, sagte der Vorsitzende der NABU International Naturschutzstiftung, Thomas Tennhardt. „Um eine nachhaltige und langfristige Lösung zu gewährleisten, plädieren auch wir für den Bau der südlichen Umgehung der Serengeti und fordern die tansanische Regierung auf, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Neben geringeren negativen Auswirkungen auf die Tierwelt wäre dies auch von großem Nutzen für lokale Gemeinden.“
Der Serengeti-Nationalpark ist das größte geschützte Grasland- und Savannenökosystem der Welt und Schauplatz alljährlich stattfindender, riesiger Massentierwanderungen. Neben zwei Millionen Huftieren beherbergt das Gebiet das größte Raubtiervorkommen der Erde und mehr als 450 Vogelarten.
Für Rückfragen:
Dr Barbara Maas
Head of International Species Conservation
Barbara.Maaas@NABU.de
+44-(0)7970987742
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