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Nicht nur das Elfenbein ist gefragt

Nicht nur das Elfenbein ist gefragt

Buschfleischwilderei - Die größte Gefahr für die Tiere der Maasai Mara

Die Serengeti ist Jahrtausende alt und gilt sogar als ein Weltwunder der Natur. Die Wurzeln unserer eigenen Art reichen bis in diese Region zurück. Heute leben mehr als zwei Millionen Menschen in und um das Gebiet der Maasai Mara. Die stetig wachsende Bevölkerung und der Wandel vom Nomadentum zur landwirtschaftlichen Lebensform mit immer größeren Haustierherden belasten das Ökosystem des sensiblen Gebietes. Der steigende Bevölkerungsdruck hat auch einen Anstieg der Wilderei zur Folge. Sie nimmt immer größere Ausmaße an und stellt Experten zufolge die größte Gefahr für die Tiere der Maasai Mara dar.

Eelefant mit Drahtschlinge

Zwar können sich Elefanten oft selbst befreien, verlieren aber den Rüssel oder das Bein.


Elefanten werden vor allem wegen ihres Elfenbeines gejagt. In nur einem Jahrzehnt töteten Wilderer mehr als die Hälfte der grauen Riesen Afrikas. Von ursprünglich 1,3 Millionen Tieren überlebten nur 600.000. Schuld daran ist die riesige Nachfrage des Menschen nach Elfenbein, vor allem in China. Seit das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES den Verkauf von gelagertem Elfenbein aus dem südlichen Afrika verboten hat, tritt illegale Wilderei sogar noch häufiger auf. Weitere Ursachen sind die Inflation und die Arbeitslosigkeit in Kenia, denn die Jagd nach Elfenbein und der Handel mit Buschfleisch aller Wildtierarten sind professionell organisiert und lukrativ.

Elefantenherde

In der Herde hat jedes Einzeltier seine Rolle.

Wilderer jagen meist in der Nacht. Sie setzen Hunde, starke Scheinwerfer und Autohupen ein, um die Tiere von ihren Wegen abzulenken. Dann töten sie sie mit Macheten und Pfeilen. In der Maasai Mara nutzen Wilderer meist Drahtschlingen zur Jagd. Sie basteln die gefährlichen Fallen aus allem, was sie finden können, zum Beispiel Telefon- oder Zaundrähten und legen sie entlang der Wanderrouten und in der Nähe von Wasserlöchern aus. Obwohl die Drahtschlingen billig und einfach herzustellen sind, sind sie besonders gefährliche Waffen. Neben Elefanten geraten auch Löwen, Leoparden, Hyänen, Antilopen und Zebras hinein. Elefanten können sich dank ihrer Kraft oft aus den Fallen befreien, verlieren jedoch häufig ein Bein oder ihren Rüssel.

Elefanten sind intelligente Tiere und leben in komplexen Sozialverbänden mit einer vielfältigen Kommunikation. Sie beschützen sich gegenseitig, benutzen Werkzeuge, und erkennen und betrauern ihre Toten. Die grausame Spur der Vernichtung der Wilderer führt in allen betroffenen Herden zu Angst, Trauer und Tod.

Das Projekt

NABU International kämpft gegen die grausame Jagd mit DrahtschlingenElefantenschutz in der Maasai Mara

Wilderei ist für die Tiere der Maasai Mara die größte Gefahr. Es besteht eine riesige Nachfrage nach Elfenbein, vor allem in China. Doch auch der Handel mit Buschfleisch aller Wildtierarten blüht. NABU International unterstützt unter anderem den Aufbau einheimischer Anti-Wilderer-Einheiten. mehr Mehr

Unterstützen Sie uns im Kampf gegen Wilderei!So können Sie den Elefanten helfen

1,3 Millionen Elefanten gab es einst in Afrika – heute ist es nur noch ein Drittel und ihre Bedrohung durch Wilderei schreitet voran. Die Elefanten werden zum Verzehr, aber vor allem für den sehr lukrativen Elfenbeinhandel gejagt. mehr Mehr

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