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Ein Land muss handeln

Ein Land muss handeln

Hintergrund zu Neuseelands Artenvielfalt

Delfin

Neuseelands Gewässer sind besonders wertvoll für die Artenvielfalt.

Die Artenvielfalt Neuseelands ist außergewöhnlich: Dadurch, dass die Region lange von anderen kontinentalen Landmassen abgeschnitten war, haben sich hier zahlreiche endemische Pflanzen- und Tierarten entwickelt – Arten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. In neuseeländischen Gewässern lebt die Hälfte aller Meeressäuger der Erde, darunter Delfine, Wale und Seelöwen. Der „Hotspot der biologischen Vielfalt“ in Neuseeland ist ein Beispiel dafür, dass die Artenvielfalt längst nicht nur in den armen Regionen der Erde durch die Auswirkungen des Klimawandels und unzureichende Schutzbemühungen bedroht ist.

Nur noch 55 Tiere leben in Freiheit

Selbst in Neuseeland, einem gut erschlossenen, reichen Land ist nur wenig über die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und ihren Schutz bekannt. Von den schätzungsweise 20.000 Pilzarten Neuseelands sind beispielsweise nur 4500 näher erforscht. Eine Besonderheit Neuseelands sind die zwei endemischen Wal-Arten der Hector- und der Maui-Delfine. Letzterer ist nicht nur der kleinste im offenen Meer lebende Delfin der Welt, sondern auch das mit 55 überlebenden Individuen das am meisten gefährdete Meeressäugetier – bedroht durch Fischerei und Meeresverschmutzung.

Die seltensten Meeresdelfine der Welt

Hintergrund zu Hector- und Maui-Delfin

Hintergrund zu Hector- und Maui-Delfin

Die Hector-Delfine und ihre nahen Verwandten, die Maui-Delfine, sind mit 1,30 Metern die kleinsten und gleichzeitig die seltensten Meeresdelfine der Welt. Sie sind in Neuseeland eine endemische Art, das bedeutet, dass sie nur dort vorkommen und wie der Kiwi eine Besonderheit des Landes sind. In den Gewässern ihrer Heimat bewohnen sie einen schmalen Streifen nahe der Küste und verbringen dort in kleinen sozialen Gruppen ihr ganzes Leben. mehr Mehr

Ein Leben auf Messers Schneide

Fischerei stellt große Gefahr dar

Fischerei stellt große Gefahr dar

Der kleine Teil des Ozeans vor Neuseelands Küste, wo die Delphine leben, zieht auch eine Flotte von Freizeit- und kommerzieller Fischereifahrzeuge an, deren Netze eine große Gefahr für die letzten Delfine Neuseelands darstellen. Einmal im Netz verfangen, müssen sie elendig ersticken. Seit der Einführung von Nylon-Kiemennetzen ist die Zahl der Hector-Delfine um 70 Prozent und die der Maui-Delfine um 90 Prozent gesunken. mehr Mehr

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