International.NABU.de Projekte Wisente im Kaukasus Unternehmerinitiative Erstes Mitglied
Russische Unterstützung für den Kaukasus
Russisches Unternehmen unterstützt NABU-Projekt
Biogazenergostroy erstes Mitglied der „Unternehmerinitiative Südrussland“
19. Januar 2012 - Für die NABU-Projekte in Südrussland wurde gestern ein großer Schritt getan: Sergey Chernin, Vorstandsvorsitzender der russischen „Biogazenergostroy“, unterschrieb als erster Unternehmensvertreter dessen Mitgliedschaft in der „Unternehmerinitiative Südrussland“.
Interessiert an Lösungen für Umweltprobleme in Russland: Sergey Chernin, Vorstandsvorsitzender von Biogazenergostroy (2.v.l.)
„Ich bin in der letzten Zeit häufiger in Südrussland gewesen und habe festgestellt, dass es für zahlreiche Umweltprobleme keine adäquaten Lösungen gibt. Hierzu erhoffe ich die Unterstützung des NABU, zumal der Verband auch Mitglied der Russischen Vereinigung für Bioenergie, Erneuerbare Energien und Ökologie (NSBE) wird. Ich freue mich, dass der NABU, die größte deutsche Naturschutzorganisation, den NSBE fachlich unterstützen wird“, sagte Chernin anlässlich der feierlichen Vertragsunterzeichnung in Berlin. Die NABU International Naturschutzstiftung gründete die Unternehmerinitiative, um die Finanzierung seiner internationalen Projekte in den Bereichen Naturschutz, Klimaschutz, aber auch den Ausbau erneuerbarer Energien in Südrussland langfristig zu sichern und eine Plattform zum branchenübergreifenden Austausch zu schaffen.
Stiftungsvorsitzender Thomas Tennhardt (links) mit Unternehmer Sergey Chernin und NABU-Bundesgeschäftsführer bei der Vertragsunterzeichnung.
„Für die Umsetzung und die Sicherung unserer Projekte in Südrussland brauchen wir starke Partner an unserer Seite“, sagte NABU-Vizepräsident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung Thomas Tennhardt. „Wir freuen uns, dass Biogazenergostroy den NABU durch seine Mitgliedschaft in der Unternehmerinitiative Südrussland unterstützt.“ Die Unternehmerinitiative Südrussland hat sich erstmals im September vergangenen Jahres auf dem 10. Internationalen Investitionsforum in Sotschi der Öffentlichkeit vorgestellt und lädt deutsche und russische Unternehmen ein, gesellschaftliche Verantwortung für den Schutz der Natur in Südrussland zu übernehmen und die Ziele des NABU zu unterstützen.
Waldschäden im Kaukasus
Biogazenergostroy setzt sich in Russland vor allem für den Ausbau erneuerbarer Energien ein und hat sich auf den Bau und Betrieb von Biogasanlagen spezialisiert. Ein Thema, das auch Schwerpunkt der NABU-Arbeit im südrussischen Westkaukasus ist. Das rund 3.000 Quadratkilometer große Weltnaturerbe Westkaukasus ist Heimat für mehr als 10.000 Tier- und 4.000 Pflanzenarten. Doch illegale Abholzung und der zunehmende Bevölkerungsdruck der angrenzenden Regionen bedrohen das Welterbegebiet, das über keine Schutzzone zu dem stark besiedelten und bewirtschafteten Umland verfügt. Um den Bedarf der Bevölkerung an fossilen Brennstoffen zu reduzieren und regional verfügbare Ressourcen zu schützen, plant der NABU mit vorhandener Biomasse und dem Bau eines Wasserkraftwerkes den Ausbau erneuerbarer Energien in dem Gebiet.
Ein Netzwerk für Natur und Nachhaltigkeit
Die Unternehmerinitiative Südrussland

Das Engagement des NABU führte bereits zu Erfolgen für den Erhalt der Artenvielfalt im Großen Kaukasus. Um die Natur- und Umweltschutzprojekte langfristig zu sichern und eine Plattform zum branchenübergreifenden Austausch zu schaffen, hat die NABU International Naturschutzstiftung die „Unternehmerinitiative Südrussland“ gegründet. Sie ist ein Netzwerk deutscher und russischer Unternehmen und Organisationen.
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