International.NABU.de Projekte Tiger im Himalaya Projekt
Dschungelkatzen und Menschen helfen
Dschungelkatzen und Menschen helfen
NABU International in der Himalaya-Region
Tiger benötigen ausgedehnte und ungestörte Rückzugsgebiete mit einer hohen Nahrungsdichte. Die niedrigen Zahlen von Tigern im Valmiki Tiger Reserve sind ein unmittelbares Ergebnis der menschlichen Eingriffe in das Habitat, die auch zu einer niedrigen Anzahl von Beutetieren führen. Deren Verschwinden ist eine der Hauptbedrohungen für Tiger in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet.
Axishirsche, Antilopen und ihre Jäger wie der Tiger benötigen ausreichend Platz und Akzeptanz bei der Bevölkerung.
Um den bedrohlichen Trend umzukehren, fördert NABU International ein Programm, das die Lebensbedingungen für Menschen und Tiger im Reservat verbessert. Durch gemeindebasierten Naturschutz soll die Nachbarschaft von Wildtieren und Menschen in den Siedlungen im Herzen des Reservates ermöglicht werden. Die Initiative wurde mit den lokalen Behörden abgestimmt, die ihre volle Unterstützung garantiert haben.
Hat dieses Tigerkind eine Zukunft?
Das Projekt beinhaltet die Umsetzung eines nachhaltigen Managementplans, der zusammen mit der lokalen Bevölkerung entwickelt wurde. Indem die Lebensbedingungen im Reservat für die Menschen verbessert werden, verringert das Modell den Bevölkerungsdruck auf das Reservat und unterstützt die Vegetation dabei sich zu regenerieren – die Basis für eine vitale Tigerpopulation.
Viele Dorfbewohner haben ein großes Interesse daran, kostengünstige Alternativen zum Abholzen des Waldes zu finden. Teil des Pilotprojektes von NABU International ist es daher, solche auf die Region speziell zugeschnittenen Alternativen zu identifizieren, um die Abhängigkeit von den Erzeugnissen des Waldes zu verringern. Zu diesen Alternativen zählen mit Kuhdung betriebene Biogasanlagen, Kocher, die mit Reisspelzen statt mit Holz befeuert werden, und holzsparende Öfen, die mehr als 60 Prozent weniger Feuerholz benötigen als herkömmliche Modelle. Auch Spezial-Öfen, mit welchen Holzkohle aus Zuckerrohrabfällen gewonnen werden kann, tragen zum Waldschutz bei. Begleitet werden diese Bemühungen durch Wiederaufforstung auf privaten wie auch öffentlichen Grundstücken, um alternative Nahrungs- und Brennholzquellen zu erschließen. Zugleich sollen Workshops, Straßentheater, Präsentationen und Filmvorführungen das Bewusstsein für Naturschutz in der Bevölkerung des Valmiki-Reservates stärken und nachhaltig zum Schutz der Biodiversität und damit auch der letzten frei lebenden Tiger beitragen.
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Verstreut über 14 Länder hängt das Leben der letzten 3.200 Tiger am seidenen Faden. Ihre Größe und Kraft nützt ihnen nichts gegen die drohende Ausrottung. Ohne Hilfe wird das Schicksal der Großkatzen als fatales Zeugnis menschlichen Versagens in die Geschichtsbücher eingehen.
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